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Pop100-Nachricht vom 08.07.2010 |
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RhEINKULTUR eventuell vor dem Aus |
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BONN, 07.07.2010 (Rhe). Am vergangenen Samstag war nicht nur das Viertelfinalspiel der Fußballweltmeisterschaft, sondern auch das kostenlose RhEINKULTUR Festival in Bonn. Die starken Regenfälle und eben die Tatsache, dass die Deutsche Nationalmannschaft eine wichtige Partie bestritt, sorgten für eine katastrophale Zuschauerzahl. Das zuvor schon finanziell stark angeschlagene Festival verbuchte gerade einmal 60 000 statt der üblichen 180 000 Besucher. Am gestrigen Mittwoch veröffentlichten die Veranstalter von RhEINKULTUR eine Pressemitteilung, dass die Weiterführung der Veranstaltung in den nächsten Jahren nicht gesichert sei. Während in den Jahren zuvor Bands wie die Beatsteaks, Sick of it All, Mando Diao und NoFX auf dem Festival spielten, musste beim diesjährigen Line Up etwas kürzer getreten werden.
Die Stadt Bonn setzt sich für den Erhalt der RhEINKULTUR ein und garantiert jegliche realisierbare Unterstützung. Nach der ersten Kontaktaufnahme zwischen Veranstalter und Stadt ist klar, dass das Projekt RhEINKULTUR als unverzichtbar angesehen wird. Es sei das Aushängeschild der Stadt Bonn und ein unverzichtbarer Höhepunkt für die Jugendkultur der Stadt und Umgebung, so Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.
Das über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannte Festival ist auf Grund des freien Eintritts ein recht instabiles Konstrukt. Im Vergleich zu kommerziellen Musikfestivals ist das RhEINKULTUR Festival deutlich abhängiger von unkalkulierbaren Einflüssen wie den Wetterverhältnissen. Das Southside Festival in Neuhaus und das Sonisphere Festival in der Schweiz hatten, trotz vergleichbarer Wetterbedingungen, kaum Rückgänge bei den Einnahmen zu verzeichnen. Einen Teil der Gewinne erreichen solche Festivals durch den Ticketverkauf, der unabhängig von den Gegebenheiten ist. Diese Einnahmequelle fällt logischerweise bei der RhEINKULTUR weg.
Ob das RhEINKULTUR Festival in seiner jetzigen Form weiter bestehen kann, ist noch fraglich. Entscheidend ist es, das Festival auf unvorhersehbare Geschehnisse einzustellen und auf solche Ausfälle bei den Einnahmen vorbereitet zu sein. In diesem Jahr müssen die Veranstalter auf Einnahmen im fünfstelligen Bereich verzichten. (mw) |
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